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Wie man erfolgreich Flügel verkauft

Heuer hab ich mit meinen beiden Jungs die AIRPOWER 13 in Zeltweg, in der schönen Steiermark besucht. Ein echtes Erlebnis, besonders für mich, der große Massenveranstaltungen eher meidet. Ich fand es bemerkenswert wie gut organisiert und reibungslos die Veranstaltung abgewickelt wurde. Mehr als 300.000 Besucher in 2 Tagen. Vom Verkehrsleitsystem, der Einteilung der Exekutive, über die Versorgung der Besucher mit Getränken hin bis zu den Toilettenhäuschen war alles vorbildlich geplant und arrangiert. Eine beachtliche Leistung.

Allgegenwärtig

war die Macht der Marke. Wer kennt Sie nicht, das rot, blau, silberne Logo und die markante Dose. Ich möchte jetzt gar nicht zu sehr auf RedBull eingehen, denn das ist ein Kapitel für sich.  Für das Bundesheer war es eine imposante aber am Ende wohl teure Leistungsschau zur Imagepflege, mehr leider nicht. Gleichzeitig stellte ich fest, dass die Airpower, dank Steuergeld (noch) kostenlos für die Besucher, eine enorme Wertschöpfung generiert.

Transparenz gefragt?

Während der Veranstaltung überlegte ich mir welche immense Kosten diese Flugshow wohl verursacht. Kerosin, Logistik, Einladungen an Kunstflugstaffeln, Personalkosten, uvm. Es stellte sich auch eine interessante Frage: Wer profitiert von dieser Veranstaltung am meisten? Als Militärluftfahrtveranstaltung wird die AIRPOWER13 vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport organisiert. Und wird damit auch mit Mitteln der Steuerzahler mitfinanziert.  Laut eines Bundesheeroffiziers, mit dem ich ein Gespräch führen konnte, werden z.B. sämtliche Spritkosten der Flugmaschinen, Transport- und Personalkosten vom Bundesheer getragen. Während der Veranstaltung verwischen jedoch die Grenzen, hat man stets das Gefühl, RedBull wäre der Veranstalter. Am meisten davon profitierte wohl die „Privatwirtschaft“, eben RedBull und die lokale steirische Region, die die Werbewirksamkeit von TV-Übertragung und der Mundpropaganda internationaler Gäste nutzen konnten. Schön wäre diesbezüglich wenn man transparent die Kosten und Nutzen aller Beteiligten veröffentlichen würde.

Richtig investieren zahlt sich aus.

Das „echte“ Geschäft wird auch hier wohl hinter den Kulissen gemacht. Man profitiert von der Erfahrung des Roten Bullen. Wie in der Formel 1 gab es VIP Bereiche, Industrielobbying, TV- und Medienpräsenz. RedBull verdient schon lange nicht mehr sein Geld mit der Dose Gummibärchensaft. Die Firma wandelte sich vom Getränkehersteller, über ein erfolgreiches Marketing zum X-treme Sportveranstalter und Sponsor. Am Ende ist eine Marke, ein Medienunternehmen daraus geworden, welches zusätzlich noch Getränke verkauft. Und damit bleiben Sie sich treu, denn das ist was Sie können. Mit Erfolg. Die AIRPOWER 13 war ein tolles Erlebnis, für mich und meine Kinder und ich kann nur empfehlen sich dieses Event einmal zu gönnen. Abschließend noch einige Impressionen:

Neugierig?

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